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Veränderung |
Datum/Zeit |
| 22,60 € |
22,00 € |
+0,60 € |
+2,73 % |
17.04/17:35 |
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| ISIN |
WKN |
Jahreshoch |
Jahrestief |
| DE0005565204 |
556520 |
- € |
- € |
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Dürr-Aktie: noch Kurspotenzial vorhanden 28.03.2012
Warburg Research
Hamburg (www.aktiencheck.de) - Christian Cohrs, Analyst von Warburg Research, stuft die Aktie von Dürr (ISIN DE0005565204 / WKN 556520) unverändert mit dem Votum "kaufen" ein.
Nachdem mit der Veröffentlichung des Geschäftsberichts nun alle Zahlen für 2011 verfügbar seien, hätten die Analysten ihr Modell gründlich überarbeitet, was zu 3,4% bzw. 0,4% höheren Prognosen bei EBIT und EPS für 2012 geführt habe. Durch einen höher als bisher antizipierten Nettofinanzaufwand (der im Zusammenhang mit Änderungen in der Rechnungslegung und dem Erwerb der bisher gemieteten Konzernzentrale gesehen werden müsse) habe sich die Prognose der Analysten für den Jahresüberschuss 2013 etwas verringert.
Neben einer wachsenden Top Line sei eine höhere Profitabilität in diesem Jahr der entscheidende Ergebnistreiber. Hier gebe es zwei wesentliche Faktoren: Erstens habe sich die Preisqualität der Aufträge verbessert; dies betreffe vor allem das Maschinenbaugeschäft des Unternehmens (Application Technology; Measuring & Process (und hier insbesondere Cleaning & Filtration - Aktivitäten, wo endlich ein Turnaround erreicht worden sei), während das Anlagenbaugeschäft (Paint & Final Assembly) bereits nahe am Maximum sei. Zweitens werde sich der Umsatzmix zwischen dem (margenstarken) Service und dem (margenschwachen) Anlagengeschäft sukzessive verbessern. 2011 habe sich der Service-Anteil am Gesamtumsatz infolge eines außergewöhnlich guten Ausrüstungsgeschäfts verringert.
Seit Aufnahme der Coverage habe sich die Dürr-Aktie verdoppelt. Aufgrund der für das Geschäftsjahr 2011 berichteten starken Betriebs- und Finanzkennzahlen sowie der Aufnahme in den MDAX liege die YTD-Performance bei 38%. Für eine Gewinnmitnahme sei es aber noch zu früh.
Die Prognosen der Analysten lägen über dem Ausblick des Managements für 2012, das auf einen Auftragseingang und Umsatz von ca. EUR 2 Mrd. und eine operative Marge von 5,5 bis 6,0% abziele. Daraus errechne sich ein EBIT von ca. EUR 110 bis 120 Mio. (WRe: EUR 130 Mio.). Während mit der Veröffentlichung der Q1-Ergebnisse 2012 Anfang Mai die operativen und finanziellen Ziele nur bestätigt werden sollten, sei mit der Veröffentlichung der Halbjahresergebnisse im August eine Heraufstufung der Guidance möglich. Unglücklicherweise werde dieses Szenario bereits größtenteils in den aktuellen Konsensschätzungen reflektiert.
Nach Ansicht der Analysten sollte das Management kleine, aber dafür mehrere Schritte unternehmen, um die Bilanzstruktur weiter zu optimieren. So sei mit dem im Vorjahr realisierten Kauf der Konzernzentrale das Ergebnis erhöht worden (EBT-Einfluss knapp EUR 1 Mio.). Im Rahmen der erhaltenen hohen Vorauszahlungen und einer starken Cashflow-Performance sei das Unternehmen derzeit überkapitalisiert und große Akquisitionen seien eher unwahrscheinlich. Folglich könnte das Management über eine Reduzierung / Optimierung der zukünftigen Kapitalabflüsse wie Pensionen, operatives Leasing, Schulden etc. nachdenken.
Das Kursziel basiere auf dem Ergebnis des DCF-Modells, während das FCFY-Modell eine faire Bewertung von über EUR 60 signalisiere. Die Multiplikatoren würden andeuten, dass Dürr kein Schnäppchen mehr sei: Aktuell notiere die Aktie mit einem KGV von 10,6x (2012e), das weitgehend im Rahmen der deutschen Engineering- (Median von 10,7x) sowie der Automobil Mid Cap-Gruppe (Median von 10,2x) der Analysten liege, wenn auch noch unter dem besten Vergleichsunternehmen KUKA (ISIN DE0006204407 / WKN 620440) (12,4x). Angesichts der einzigartigen Positionierung des Unternehmens (unangefochtener Marktführer; 60% vom Konzernauftragseingang werde in Schwellenmärkten verzeichnet), dürfte ein Bewertungsaufschlag gerechtfertigt sein.
Die Analysten von Warburg Research bewerten die Aktie von Dürr weiterhin mit dem Rating "kaufen". Das Kursziel werde von 44,50 EUR auf 52,50 EUR erhöht. (Analyse vom 28.03.2012) (28.03.2012/ac/a/d)
Offenlegung von möglichen Interessenskonflikten:
Das Wertpapierdienstleistungsunternehmen oder ein mit ihm verbundenes Unternehmen handeln regelmäßig in Aktien des analysierten Unternehmens. Weitere möglichen Interessenskonflikte können Sie auf der Site des Erstellers/ der Quelle der Analyse einsehen.
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